Der Kasuga-Taisha ist ein Shinto-Schrein in der Stadt Nara in der Präfektur Nara in Japan am Fuße der beiden heiligen Berge Kasugayama und Mikasayama, in unmittelbarer Nähe zum Kofuku-ji. Der Hauptschrein befand sich ursprünglich auf dem Berg Mikasa, wurde dann aber in zwei Schritten an seinen Fuß verlegt. Der zurückgebliebene Hongu-jinja gilt nun als Nebenschrein (sessha) des jüngeren Hauptschreins.
Der Kasuga-Taisha gehört zu den Chokusaisha und ist Teil des UNESCO Weltkulturerbe in Nara.
Die vier kleinen Haupthallen (Honden), die verbunden nebeneinander stehen, befinden sich in einem für Besucher nicht zugänglichen Bereich innerhalb der Schrein-Anlage. Sie sind die Namensgeber für den Baustil kasuga-zukuri. Typisch für diesen Stil ist der überdachte Eingang an der Stirnseite.
Der Legende nach wurde er im Jahr 768 erbaut, doch man schätzt, dass er zum Beginn der Nara-Zeit errichtet wurde. Er galt als der Schrein der Familie Fujiwara.
Im Rahmen des Shinto-buddhistischen Synkretismus (Shinbutsu-Shugo) der späteren Heian-Zeit wurde der naheliegende buddhistische Tempel Kofuku-ji in den Schrein integriert.
Die Priesterschaft war bis zur Meiji-Restauration erblich gewesen.
Alle Gebäude sind im Verlauf der Geschichte bisher zerstört und wiederaufgebaut worden, die vier Honden sogar bis 1863 alle 30 Jahre komplett, in Übereinstimmung mit dem Prinzip des sengu oder shikinen-zotai. Zu den vier Haupt-Kami gehört Ame-no-koyane, angeblich wie die anderen Kami hier einer der Vorfahren der Fujiwara und somit deren Ujigami.
Der Pfad zum Schrein führt durch den Nara-Park, einem Wildpark (in dem zahme Hirsche frei leben). Über eintausend steinerne Laternen säumen den Pfad.
Im Botanischen Garten Man’yo stehe viele alte Bäume und Pflanzen. Einige werden schon in der ältesten Gedichtzusammenstellung Japans, dem Man’yoshu erwähnt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kasuga-Taisha























































